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Gesunde Zähne – schönes Lächeln

Wissenswert: Zahnimplantate

MODERNE SYSTEME / Die Kassenärztliche Bundesvereinigung stellt die wichtigsten Merkmale von Zahnimplantaten vor und was moderne Systeme leisten müssen.

Implantate werden dort eingesetzt, wo sie aus prothetischer Sicht benötigtwerden, umeinen möglichst naturidentischen Zahnersatz zu tragen, auch und besonders im Frontzahnbereich. Foto: © ryanking999 / 123rf.de
Implantate werden dort eingesetzt, wo sie aus prothetischer Sicht benötigtwerden, umeinen möglichst naturidentischen Zahnersatz zu tragen, auch und besonders im Frontzahnbereich. Foto: © ryanking999 / 123rf.de
Dentale Implantate kann man sich als künstliche Zahnwurzeln vorstellen, die – schon aufgrund ihres Aussehens – von Patienten gerne mit einem „Dübel“, wie er von Handwerkern benutzt wird, verglichen werden. Implantate können in zahnlosen Kieferabschnitten direkt im Kieferknochen verankert werden. Derartige Implantate werden als enossale Implantate bezeichnet; sie werden heute fast ausschließlich verwendet.

Die tägliche Reinigung der Zähne gehört zum A und O der Körperpflege Foto: Archiv
Die tägliche Reinigung der Zähne gehört zum A und O der Körperpflege Foto: Archiv
Implantatkörper, Halsteil und Krone

Implantate bestehen meist aus drei Teilen: Dem im Knochen verankerten Implantatkörper, dem Halsteil und der darauf befestigten Krone. Im Gegensatz zum „Dübel“ haben Implantate allerdings weitere Bedingungen zu erfüllen. Sie müssen von lebendem Gewebe – in diesem Falle ist dies der Kieferknochen – aufgenommen werden, einwachsen und den Belastungen während des Kauens dauerhaft standhalten. Dabei soll der Organismus keine Abwehrreaktionen gegen diese künstlichen Zahnwurzeln auslösen, das heißt der Implantatwerkstoff soll biokompatibel sein.

Zähne beeinflussen Gesundheit und Wohlergehen des gesamten Körpers. Die tägliche Reinigung ist das A und O. Foto: © janpietruszk / 123rf.de
Zähne beeinflussen Gesundheit und Wohlergehen des gesamten Körpers. Die tägliche Reinigung ist das A und O. Foto: © janpietruszk / 123rf.de
Wenn die Implantate nach einer gewissen Einheilzeit (meist zwischen drei und acht Monaten) fest mit dem Knochen verwachsen sind und so ein Maximum an Stabilität unter Kaubelastung gewährleisten, bezeichnet man diesen Zustand als Osseointegration; man versteht darunter, dass lebende Knochenzellen bis unmittelbar an die Oberfläche des Implantatmateriales heranwachsen. Die Halsteile von Implantaten sind besonders glatt, da sie die Durchtrittsstelle des Implantates durch die Mundschleimhaut bilden. Es ist wichtig, dass sich die Mundschleimhaut sehr dicht anlagern kann, um einen Durchtritt von Bakterien aus der Mundhöhle in den Kieferknochen und somit eine Entzündung um das Implantat zu verhindern (Periimplantitis, Mukositis). Zudem erleichtert eine glatte Oberfläche die Reinigung, also die Reduzierung der Bakterienzahl. Die Kopfteile dienen der Verbindung einer künstlichen Zahnkrone mit dem Implantat. Dazu werden diese Teile mit Implantatkörper und -hals verschraubt oder verklebt. Die Zahnkrone wird schließlich auf das Kopfteil aufgeschraubt oder aufzementiert.

Vom Körper angenommen

Zur Herstellung von Implantaten werden heute Materialien verwendet, welche die wichtige Forderung nach Biokompatibilität und Festigkeit erfüllen.

Vitez Zahntechnik
Praxis Dr. Geiger
Implantate bestehen meist aus drei Teilen: Dem im Knochen verankerten Implantatkörper, dem Halsteil und der darauf befestigten Krone. Foto: KVB
Implantate bestehen meist aus drei Teilen: Dem im Knochen verankerten Implantatkörper, dem Halsteil und der darauf befestigten Krone. Foto: KVB
Die meisten enossalen Implantate werden aus Reintitan oder Titan-Legierungen hergestellt. Dieses in der Medizin (Orthopädie) seit Jahren für Implantate (Endo-Prothesen) benutzte Metall wird vom Körper angenommen, ohne dass ungünstige Reaktionen wie zum Beispiel Allergien oder Abstoßungsreaktionen auftreten. Ähnliches gilt für das Verhalten spezieller Keramiken. Implantate aus Keramik-Material haben sich jedoch als weniger bruchfest erwiesen. Es gibt heute eine Vielzahl von Implantatsystemen.

Allen anerkannten Implantatsystemen gemeinsam ist eine Zylinder-, Schrauben- oder Wurzelform. Die Unterschiede liegen im Design, der Implantatoberfläche und der Art der Verbindung zwischen dem Implantatkörper und dem darauf befestigten Zahnersatz. Die früher üblichen Blattimplantate haben heute keine große Bedeutung mehr. Diese Implantate wurden in den 70er Jahren da gesetzt, wo noch Knochen vorhanden war. Im Frontzahnbereich und zum Einzelzahnersatz waren diese Implantate nicht gut geeignet. Implantate werden dort inseriert, wo sie aus prothetischer Sicht benötigt werden, um einen möglichst naturidentischen Zahnersatz zu tragen, auch und besonders im Frontzahnbereich. Die modernen Implantatsysteme haben die therapeutischen Möglichkeiten enorm erweitert und gestatten im Falle eines Verlustes prinzipiell den Ersatz jedes einzelnen Zahnes. (KVB)

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