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Das ist das Richtige für mich!

AUSBILDUNG / Industriekaufmann, Konditor oder doch Koch? So können Eltern bei der Orientierung und Entscheidung unterstützen.

Am besten auch mit Freunden über den richtigen Job sprechen. Diese können einen oftmals besser einschätzen, als es vielleicht die Eltern tun, die gerne auch mal ihre eigenen Wünsche hineininterpretieren. Foto: contrastwerkstatt/fotolia/randstad
Am besten auch mit Freunden über den richtigen Job sprechen. Diese können einen oftmals besser einschätzen, als es vielleicht die Eltern tun, die gerne auch mal ihre eigenen Wünsche hineininterpretieren. Foto: contrastwerkstatt/fotolia/randstad
Die Berufssuche ist für Schüler eine spannende Zeit. Für Eltern auch. Obwohl sich Kinder in diesem Alter langsam abnabeln, haben die Eltern bei der Weichenstellung ins Arbeitsleben einen großen Einfluss. Mit diesen Tipps stehen Sie Ihrem Kind gut zur Seite:
    
1. Meeting mit Mama und Papa: Gespräche über den richtigen Beruf lassen sich nicht zwischen Tür und Angel führen. Sinnvoll ist, Termine im Kalender zu vereinbaren, damit man sich zusammensetzen und in Ruhe über die Ideen des Kindes sprechen kann. Für gute Laune und entspannte Stimmung sorgen ein paar Leckereien oder der Pizzaservice.

2. Ohren auf und nachfragen: Die Frage nach dem richtigen Beruf verunsichert viele junge Leute. Das gilt auch für diejenigen, die sich selbstbewusst geben. Die Versuchung ist groß, Vorgaben zu machen oder das Kind in einen vermeintlich idealen Job zu drängen. Besser ist, nach den Erwartungen und Wünschen zu fragen. Ein paar Gedanken hat sich fast jeder Sohn und fast jede Tochter schon gemacht.

3. Meine Träume sind nicht Deine: Sind Sie mit Ihrem Beruf zufrieden? Hätten Sie lieber etwas Anderes gemacht? Arbeiten Sie gerne und manchmal zu viel? Selbst wenn es Eltern oft nicht bewusst ist: Ihre Erfahrungen und Einstellungen färben auf die Kinder ab. Das muss nichts Schlechtes sein, sollte aber nicht dazu führen, dass das Kind ungelebte Träume erfüllt. Es lohnt sich, die ei- gene Perspektive zu reflektieren.

4. Stärken stärken: Manche Eltern neigen dazu, eher die Schwächen als die Stärken des Kindes zu sehen. Da ist der Fünfer in Mathe länger Thema als das ehrenamtliche Engagement im Verein. Hobbys, Freizeitaktivitäten und der Familienalltag können neben Lieblingsfächern aber wichtige Fingerzeige liefern, was dem Kind Spaßmacht. Repariert der Sohn oder die Tochter gerne das Fahrrad? Dann passt vielleicht ein handwerklicher Beruf.

5. Schönen Tag im BIZ: Schulabgänger können sich heute zwischen rund 330 anerkannten Ausbildungsberufen entscheiden. Dazu kommen Studienangebote, schulische Ausbildungen, Ausbildungen im öffentlichen Dienst und vieles mehr. Wer sein Kind unterstützen will, sollte sich über die zahlreichen Möglichkeiten informieren. Ein gemeinsamer Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) oder auf einer Ausbildungsmesse ist ein guter Anfang.

6. Spaß geht vor: Ein gutes Gehalt und eine sichere Stelle sind wichtig. Bei der Frage, welche Arbeit dem Kind liegt, sind diese Kriterien allerdings zweitrangig. Wenn das Kind Freude an seinem Beruf haben soll, muss er zu seiner Persönlichkeit und seinen Stärken passen. Dann wird es auch motiviert in die Berufsausbildung starten.

7. Locker bleiben: Arbeitsbiographien haben sich verändert. Heute arbeiten Berufstätige nicht mehr 40 Jahre in der selben Abteilung. Die Ausbildung ist oft nur ein erster Baustein, dem Weiterbildungen, Spezialisierungen oder sogar ein Branchenwechsel folgen. Diese Erkenntnis hilft, wenn sich Kinder mit der Entscheidung schwer tun. Bleiben alle gelassen, wird sich der richtige Ausbildungsberuf finden. (Elternstolz)

Virtuell und doch persönlich

NEUE MEDIEN / MVV entwickelt Online-Plattform für Schüler.

Spielerisch kann auf der virtuellen Messeplattform der MVV nach allen relevanten Informationen gesucht werden. Foto: istockphoto/AntonioGuillem
Spielerisch kann auf der virtuellen Messeplattform der MVV nach allen relevanten Informationen gesucht werden. Foto: istockphoto/AntonioGuillem
Was tun, wenn die Berufswahl immer näher rückt, aber die meisten Möglichkeiten, sich persönlich zu informieren, aufgrund der momentanen Situation ausscheiden? Diese Frage stellen sich zurzeit viele Jugendliche und Eltern.

Die MVV Industriepark Gersthofen GmbH, einer der größten Ausbildungsbetriebe im Landkreis Augsburg, bietet jetzt eine virtuelle Ausbildungsmesse für Schülerinnen und Schüler. Im Zeitalter der Digitalisierung wird diese Plattform zu einer wichtigen Informationsquelle für junge Menschen, die auf der Suche nach dem richtigen Ausbildungsberuf sind.

Über den neu entwickelten virtuellen Messestand können die Besucher spielerisch ein umfangreiches Paket an Informationen abrufen: Das Angebot reicht von einer Animation über die Ausbildung bis hin zum Download einer speziellen Broschüre.

Auch eine Bewerbung kann direkt von der Plattformaus abgeschickt werden.

Alle Fakten zu einer Ausbildung in den neun verschiedenen Berufen gibt es zum Nachlesen, zum Anhören oder als Video zum Anschauen. Und wenn darüber hinaus noch Fragen offen sind, können diese direkt über eine Chat-Funktion gestellt werden.

Die MVV, einer der größten Ausbildungsbetriebe im Landkreis Augsburg, bildet die Nachwuchskräfte für alle Unternehmen im Industriepark aus.

„Nachdem klar war, dass die für uns wichtige Berufsinfo-Messe fit for job in diesem Frühjahr nicht stattfinden kann, haben wir uns einen Ersatz ausgedacht, der genau die Zielgruppe, nämlich Schüler vor der Berufswahl, anspricht. Unsere neue Plattform ist so gestaltet, dass alle Informationen schnell gefunden werden, die für die Auswahl des richtigen Ausbildungsberufes wichtig sind“, sagt MVV-Geschäftsführer Holger Amberg. „Im Vordergrund steht natürlich immer das persönliche Gespräch mit unseren potenziellen Azubis, aber unsere virtuelle Messe ist eine gute Alternative dazu.“

Weitere Informationen und Kontakt

Die neue Plattform der MVV ist unter www.durchstartenrichtungzukunft.de zu finden. Wer sich direkt vor Ort und persönlich über die Berufe informieren möchte, sollte sich diesen Termin vormerken: Am 14. Juli findet von 16 bis 19 Uhr der Ausbildungsabend im Industriepark Gersthofen statt. Weitere Informationen dazu werden rechtzeitig bekannt gegeben. (pm)
       
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