Die Panther wollen es wieder wissen!

Dritter! – Der beste AEV aller Zeiten!

Panther Sensationell / Dank der Tordifferenz schafft die Panther-Mannschaft 2018/19 Historisches!

Platz 3 bedeutet Heimvorteil: Spiel 1,3 und die möglichen Spiele 5 sowie das entscheidende „Game seven“ findet im Curt-Frenzel-Stadion statt. Fotos: George Stadler
Platz 3 bedeutet Heimvorteil: Spiel 1,3 und die möglichen Spiele 5 sowie das entscheidende „Game seven“ findet im Curt-Frenzel-Stadion statt. Fotos: George Stadler
George Stadler  

Bis letzte Woche war es noch eine surreal anmutende Vorstellung, jetzt ist es Realität:Wegen einer Tordifferenz, die gerade einmal zwei Tore besser ist als die von Köln, schafft die Panther-Mannschaft 2018/19 Historisches!

Nach einem fünften Platz in der Prä-Playoff-Zeit, den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und Platz 6 in 2016, belegt der AEV zum Ende der Hauptrunde heuer einen sensationellen Platz 3 und trifft im Viertelfinale auf den Sechsten, die Düsseldorfer EG. Wie konnte das passieren? Mehrere Puzzleteilchen wirkten zusammen, zwei ganz wichtige stehen im Tor.

Ein harter Kampf um jeden Puck in bis zu sieben Spielen ist zu erwarten.
Ein harter Kampf um jeden Puck in bis zu sieben Spielen ist zu erwarten.
Dass Jonathan Boutin und Ben Meisner nicht schlecht waren hatten sie vor allem 2016 bewiesen, wo Augsburg sich auch direkt fürs Viertelfinale qualifizieren konnte. Im folgenden Jahr häuften sich jedoch die Aussetzer, so dass zu Weihnachten mit Olivier Roy ein zusätzlicher Goalie verpflichtet wurde. Auch mit ihm reichte es nicht für die Playoffs, aber er hatte Mike Stewart überzeugt. Der Frankokanadier bestätigte diese Entscheidung durch eine herausragende Leistung, und der „neue“ Back-up Markus Keller fiel hinter ihm kaum ab.

Auch der gebürtige Augsburger hielt viele Punkte fest und hat in der Torhüterwertung die eine oder andere Nummer 1 anderer Clubs hinter sich gelassen.

Dritter! – Düsseldorfer EG fordert den besten AEV aller Zeiten. Fotos: George Stadler
Dritter! – Düsseldorfer EG fordert den besten AEV aller Zeiten. Fotos: George Stadler
Die Abwehr des AEV blieb weitgehend dieselbe und agierte dementsprechend eingespielt. Einzig Mark Cundari verließ Augsburg Richtung Berlin, Derek Dinger nach Kassel – aber Cundaris Ersatz Pat McNeill schlug voll ein, spielte sowohl defensiv als auch offensiv noch besser als der kleine Kanadier. Henry Haase kam für Dinger und sorgte als fast fehlerfreier Stay-at-home-Defender mit für die geringe Anzahl an Gegentoren.

Sorgen für Gefahr am Slot

Die größten Veränderungen gab es im Sturm, denn nach dem Verpassen der Playoffs im letzten Jahr wollte Mike Stewart mehr „size & strength“, große und robuste Spielertypen waren gefragt. Statt der kleinen Wusler Mike Davies und Evan Trupp sorgen jetzt Matt Fraser und Adam Payerl für Gefahr im Slot des Gegners. Geblieben sind unter anderem Topscorer Matt White und Drew LeBlanc, der unwiderstehliche Puckstreichler, Spielmacher und Top-Vorlagengeber. Aber eigentlich verbietet es sich einzelne Spieler aus der Mannschaft hervorzuheben: Das Team hat im Ganzen Herausragendes geleistet, hat zusammen verloren und noch öfter zusammen gewonnen, ist zusammengewachsen und bereit in den Playoffs noch weit zu gehen.

T-Shirt-Motiv: Vor ein paar Jahren gab es zum Dolomitencup dieses T-Shirt-Motiv. Jetzt sieht es so aus, als ob der AEV sich sogar für die Champions League qualifiziert.
T-Shirt-Motiv: Vor ein paar Jahren gab es zum Dolomitencup dieses T-Shirt-Motiv. Jetzt sieht es so aus, als ob der AEV sich sogar für die Champions League qualifiziert.
Der sensationelle dritte Platz hat natürlich einige Vorteile: Augsburg hat damit im Viertelfinale das Heimrecht gegen den Sechsten, die DEG. Das heißt: Der AEV beginnt die Serie zuhause, und falls es zu einem entscheidenden siebten Spiel kommt, so findet das ebenfalls im Curt-Frenzel-Stadion statt. Vor zwei Jahren verlor man das „Game seven“ einer spektakulären Serie in Nürnberg.

Ein weiterer möglicher Vorteil: Falls eines der Top-Teams Mannheim und München straucheln sollte, so hat der AEV auch im Halbfinale dieses Heimrecht – und würde außerdem nicht auf die verbleibende Top-Mannschaft treffen, sondern auf die drittbeste verbleibende Mannschaft. Angesichts der Überlegenheit von Adlern und Bullen – 30 beziehungsweise 23 Punkte vor dem AEV – ist die Chance hier zu gewinnen ungleich höher. Gegner Düsseldorf: Panther-Schreck Descheneau. Zunächst heißt der Gegner jedoch Düsseldorf, und Gefieder oder Rindsleder vorab zu verteilen gehört nicht zu Mike Stewarts Philosophie.Man wird sich wie bisher jeweils aus- schließlich aufs nächste Spiel konzentrieren – die erfolgreiche Saison gibt ihm hier Recht – und dabei auch die vergangene Punkterunde ausblenden.

Tor! – Hier jubeln Daniel Schmölz und Thomas Holzmann.
Tor! – Hier jubeln Daniel Schmölz und Thomas Holzmann.
Über 60 Tore

Das ist auch besser so, denn gegen die DEG hat der AEV gerade mal einen Punkt von zwölf möglichen geholt. Die Hauptgefahr ging vor allem von Düsseldorfs 1. Reihe aus: Phillip Gogulla, Alex Barta und Jaedon Descheneau sorgten zusammen für über 60 Tore, Jaedon Descheneau traf fünfmal gegen Augsburg. Auch dass die DEG verletzungsbedingt zuletzt nicht mehr viel aufs Eis brachte – in diesem Jahr gab es nur zwei Siege nach 60 Minuten, beide übrigens gegen den AEV – und so eine bessere Ausgangslage in den Playoffs verspielte, darf für die Panther keine Rolle spielen: Es geht bei 0:0 los und Playoff-Eishockey ist ein anderer Sport, heißt es. Nicht übrigens für den AEV-Coach: Laut Mike Stewart hat seine Mannschaft „schon die ganze Saison Playoff-Hockey gespielt, wir müssen keinen Schalter umlegen, weil wir versuchten immer so zu spielen“ – mit konzentrierter Abwehrarbeit, zuende gefahrenen Checks und aggressivem Forechecking. Champions League: Der AEV spielt international – jedenfalls stehen die Chancen sehr gut, sich erstmals für die CHL zu qualifizieren.Denn drei deutsche Teams qualifizieren sich für die Champions League: Der Deutsche Meister sowie Sieger und Zweiter der Punkterunde. Wenn Mannheim oder München Meister werden, dann rückt der Dritte der Vorrunde nach. Es muss also nur ein Team aus den Top 3 Deutscher Meister werden, dann spielt Augsburg im kommenden Jahr in der Champions League!

Ein Traum wäre es, wenn der Dritte als Deutscher Meister in der CHL antreten würde.

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