afa: Nachlese der neuen Frühjahrsausstellung

Erfolgreiche Premiere

Bilanz / Das neue Konzept der Augsburger Frühjahrsausstellung ist angekommen. „Sogar sehr gut“, was die Zahl von fast 55 000 Besuchern bestätigt. Die afa ist auf dem richtigen Weg.

Genießen im Grünen. Die 54 700 Gäste konnten schon ein wenig Frühlingsgefühle auf der afa erleben. Die Aussteller präsentierten gelungene Beispiele für gartenplanerische Kompetenz und Kreativität.
Genießen im Grünen. Die 54 700 Gäste konnten schon ein wenig Frühlingsgefühle auf der afa erleben. Die Aussteller präsentierten gelungene Beispiele für gartenplanerische Kompetenz und Kreativität.
„Nach der ersten fünftägigen afa hat sich bestätigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, so Henning und Thilo Könicke, Geschäftsführer des Veranstalters AFAG Messen und Ausstellungen. „Wir können auf diesen erfreulichen Ergebnissen aufbauen und weitere Themen für eine spannende afa 2020 angehen. Das Fundament ist gelegt, auch wenn noch nicht alles optimal funktioniert hat. Bei einer so umfassenden Neustrukturierung brauchen wir zwei bis drei Veranstaltungen Zeit, um alles umzusetzen, was wir vorhaben. Wir bleiben dran und machen die afa weiter fit für die Zukunft.“

Die wohl auffälligste Neuerung war wohl, dass die Messe nicht mehr zehn Tage, sondern nur noch fünf Tage stattfand – und das bereits im Winter, wodurch sich erstmals die klassischen Angebote für Frühjahr und Sommer präsentieren konnten. Die meisten Aussteller fanden dies sehr gut, weil es dadurch beispielsweise keine Personalprobleme in den Firmen selbst gab. Andere wiederum hätten gerne weiterhin die zehn Tage gehabt, weil ihnen nun Umsatz verloren ginge.

Individuelle Beratung. Nicht nur im Bau- und Gartenforum konnten sich Interessenten umfassend beraten lassen, sondern auch bei den kompetenten Ausstellern selbst.
Individuelle Beratung. Nicht nur im Bau- und Gartenforum konnten sich Interessenten umfassend beraten lassen, sondern auch bei den kompetenten Ausstellern selbst.
Aktive afa

Trotzdem hält diese Ausrichtung knapp die Hälfte (49 Prozent) der befragten Firmen für den richtigen Weg, 41 Prozent können das erst nach dem Nachgeschäft beurteilen. Die Befragung der Unternehmen ergab Folgendes: 54 Prozent bewerteten ihre Beeiligung mit „sehr gut“ oder „gut“,weitere 30 Prozent mit befriedigend. An der kommenden afa möchten 93 Prozent sicher beziehungsweise wahrscheinlich wieder teilnehmen.

Auch mit die größte Neuerung war die Themenwelt „Meine Freizeit“ in Halle 4. Hier drehte sich alles um verschiedene Outdoor-Aktivitäten wie Klettern, Wandern, Bouldern oder Radsport. So konnten die zahlreichen Schüler Bikes oder Skates auf einer Wellenbahn befahren oder sich an den Kletterwänden versuchen. Auch das riesige Becken kam gut an. Hier konnten das Stand-up-Paddling und Kanufahren ausprobiert werden. Im Freigelände war zudem ein E-Mobility-Parcours aufgebaut, wo verschiedene Testfahrzeuge Probe gefahren werden konnten. Der Ansatz einer aktiven Messe wurde hier perfekt umgesetzt. Natürlich gab es für all diejenigen, die es gemütlicher mochten, eine Vielzahl an touristischen Angeboten und Freizeittipps für die nähere Umgebung. Aber auch die neue Position der Bühne in Halle 1 „Mein Schwaben“ sowie das dort stattfindende Programm wies deutliche Unterschiede zu den Vorjahren auf. Hier wurden Opernarien gesungen oder Diskussionen mit verschiedenen Europa-Abgeordneten geführt.

Liebevolle Zeitreise. Die neue Sonderschau „Amerika in Augsburg“ begeisterte unter anderem mit flotten Flitzern aus den 50er bis 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends. Fotos: Sonja Schönthier
Liebevolle Zeitreise. Die neue Sonderschau „Amerika in Augsburg“ begeisterte unter anderem mit flotten Flitzern aus den 50er bis 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends. Fotos: Sonja Schönthier
Außerdem konnten sich die Besucher bei den Städten, Landkreisen und Institutionen Schwabens über deren Aufgabenfelder informieren. Dieser bunte, lebendige Querschnitt durch unsere schöne Heimat kam bei den afa-Gängern sehr gut an.

Aber auch die Themenwelt „Mein Heim“, wo es rund um den Garten ging, war viel besucht. Hier blühte es in vielen Farben. Die Garten- und Landschaftsbauer hatten allerhand Gestaltungsvorschläge im Gepäck und präsentierten viele blühende und interessante Dekorationsideen. Das Handwerk war mit kompetenten Branchen stark vertreten und im Freigelände gab es für die Fans von Street-Food so einiges zu probieren.

Zahlreiche Köstlichkeiten gab es auch im afa-Leckerland, wo eine riesige Tafel aufgebaut war. Rechts und links davon gab es Kulinarisches aus der Region, die Besucher hatten die Qual der Wahl. Sie alle genossen es aber, sich eine kleine Pause mit Freunden und Bekannten zu gönnen und gemeinsam zu genießen.

Aufwändig und liebevoll

Um die unterhaltsame Zeitreise in die 50er und 90er Jahre des vergangenen Jahrtausends ging es in der neuen Sonderschau „Amerika in Augsburg“. Baseball und Football, faszinierende Autos und das Deutsch-Amerikanische Volksfest – alles war aufwändig wie auch liebevoll zusammengestellt und begeisterte die zahlreichen Besucher.

Für die ganze Familie. In diesem Jahr bot die afa noch mehr Angebote für Kinder, man konnte also gemeinsam durch die afa schlendern. Ob Kinderland, Bobbycar-Parcours oder Outdoor-Entdeckungsreise und Bastelspaß – für jedes Alter war etwas dabei. Aber auch bei den Ausstellern gab es Interessantes zu sehen und kleine Naschereien.
Für die ganze Familie. In diesem Jahr bot die afa noch mehr Angebote für Kinder, man konnte also gemeinsam durch die afa schlendern. Ob Kinderland, Bobbycar-Parcours oder Outdoor-Entdeckungsreise und Bastelspaß – für jedes Alter war etwas dabei. Aber auch bei den Ausstellern gab es Interessantes zu sehen und kleine Naschereien.
Rund 93 Prozent von ihnen waren mit der afa voll und ganz zufrieden. Das ergab die Befragung durch Gelszus Messe-Marktforschung, bei der mehr als 1 200 Gäste befragt worden waren. Jeweils 90 Prozent würden die afa jederzeit weiterempfehlen und haben auch vor, sie 2020 wieder zu besuchen. Die Umfrage zeigte zudem, dass die afa vor allem als Informationsplattform gesehen wird (40 Prozent), mit der konkreten Absicht, Einkäufe zu tätigen, kommen 16 Prozent. Dass sich das spätestens auf der Messe ändert, zeigt ein anderes Ergebnis: 62 Prozent gaben zum Zeitpunkt der Befragung an, bereits etwas gekauft zu haben, weitere 29 Prozent planen, das zu einem späteren Zeitpunkt zu tun.

Die afa 2019 hat gezeigt: der eingeschlagene Weg ist richtig. So sieht das die Mehrheit der Unternehmen. „Etliche, vorab kritische, von ihnen waren überrascht, wie gut das neue Konzept angenommen wurde. Andere sind nach wie vor eher abwartend“, so die Veranstalter.

Jedenfalls steht der nächste frühe Termin für die afa 2020 bereits fest: 24. bis 28. Januar. (sos/pm)


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