30 Jahre Stadt Neusäß

Stadt Neusäß: Stadterhebung, Vereine und Feierlichkeiten

ENTWICKLUNG / Es gibt keinen klassischen Festakt, gefeiert wird und wurde bereits im bescheidenen Rahmen und mit einem herzlichen „Dankeschön“.

30-jähriges Bestehen. Bei der Ehrenamtsfeier (von links): Neusäß ehemaliger Erster Bürgermeister Hansjörg Durz, Erster Bürgermeister Richard Greiner und Landrat Martin Sailer. Foto: Stadt Neusäß
30-jähriges Bestehen. Bei der Ehrenamtsfeier (von links): Neusäß ehemaliger Erster Bürgermeister Hansjörg Durz, Erster Bürgermeister Richard Greiner und Landrat Martin Sailer. Foto: Stadt Neusäß
Zusammenschluss und Patenschaft: Am 1. Juli 1972 schlossen sich nach vielen Diskussionen, Abstimmungen und auch Widerständen erst Hainhofen, Hammel, Neusäß, Schlipsheim und Westheim zusammen. Die Regierung von Schwaben bestimmte am 2. April 1973 mit „Neusäß“ den Namen des neuen Gemeinschaftsbildes, dem sich am 1. Mai 1978 Ottmarshausen, Steppach und Täfertingen anschlossen. Der damalige Landrat Dr. Franz Xaver Frey regte erstmals an, dass die Großgemeinde Neusäß zur Stadt erhoben werden könnte. Ein Jahr später, am 18. Oktober 1984, beschloss der Gemeinderat, dieses zu beantragen und das bayerische Innenministerium erteilte am 14. Oktober 1987 die Zusage, dass am 10. Juni 1988 Neusäß das Stadtrecht verliehen wird.

Im Frühjahr 1988 war in ganz Neusäß die Aufbruchsstimmung zu spüren. Augsburg erklärte sich als angrenzende Großstadt bereit, die Patenschaft zu übernehmen. Hans Breuer, 1. Bürgermeister von Augsburg, überreichte die Patenschaftsurkunde und der Bayerische Innenminister August R. Lang überreichte im Rahmen des offiziellen Festaktes die Stadterhebungsurkunde an den 1. Bürgermeister Dr. Manfred Nozar.

Neustart im Titania. Im Jahr 2017 waren rund 131 000 Besucher in den eigentlich großzügigen Saunabereich des Titania gekommen. Zu beliebten Zeiten wurde es dort oft eng und so plante man die nun eröffnete „Schärensauna“, die 90 Gästen Platz bietet und zusätzlich einen Ruheraum für 30 Personen. Das Freigelände ist mit dem Neubau erweitert worden, öffnet sich nun nach hinten deutlich weiter und macht das gesamte Gelände weitläufiger. Die Sauna steht auf einem kleinen Hügel, was den großzügigen Effekt verstärkt. Innen gibt es Wandverkleidungen aus altem Holz und Bilder der schwedischen Schärenlandschaft, von der das Gebäude seinen Namen erhalten hat. Eine kleine Hommage an die Neusässer Partnerstadt Eksjö in Småland. Betrieben wird das neue Haus mit einer leistungsstarken Gasheizung. Die Gestaltung des Sanitärbereichs im Inneren und der Außenduschen ist sehr edel gehalten. So gibt es im länger bestehenden Teil der Saunawelt auch neue Duschen und Toiletten. Zusammen mit Partnern aus der Region und durch viel Eigenleistung der Mitarbeiter wurde dieses Projekt gestemmt. Jetzt freut man sich auf einen gelungenen Start und hält für die ersten Besucher kleine Überraschungen bereit. Fotos/Text: Monika Saller/Petra Voßiek
Neustart im Titania. Im Jahr 2017 waren rund 131 000 Besucher in den eigentlich großzügigen Saunabereich des Titania gekommen. Zu beliebten Zeiten wurde es dort oft eng und so plante man die nun eröffnete „Schärensauna“, die 90 Gästen Platz bietet und zusätzlich einen Ruheraum für 30 Personen. Das Freigelände ist mit dem Neubau erweitert worden, öffnet sich nun nach hinten deutlich weiter und macht das gesamte Gelände weitläufiger. Die Sauna steht auf einem kleinen Hügel, was den großzügigen Effekt verstärkt. Innen gibt es Wandverkleidungen aus altem Holz und Bilder der schwedischen Schärenlandschaft, von der das Gebäude seinen Namen erhalten hat. Eine kleine Hommage an die Neusässer Partnerstadt Eksjö in Småland. Betrieben wird das neue Haus mit einer leistungsstarken Gasheizung. Die Gestaltung des Sanitärbereichs im Inneren und der Außenduschen ist sehr edel gehalten. So gibt es im länger bestehenden Teil der Saunawelt auch neue Duschen und Toiletten. Zusammen mit Partnern aus der Region und durch viel Eigenleistung der Mitarbeiter wurde dieses Projekt gestemmt. Jetzt freut man sich auf einen gelungenen Start und hält für die ersten Besucher kleine Überraschungen bereit. 
Fotos/Text: Monika Saller/Petra Voßiek
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Am 11. Juni 1988 starteten mit der symbolischen Schlüsselübergabe für das neu gebaute Rathaus mit Stadthalle die zweiwöchigen Feierlichkeiten – unter anderem mit einen Festumzug als Höhepunkt. Außerdem war Neusäß Startpunkt für den Landkreislauf.

Einwohner, Wohnraum und Neubauten: Im Übrigen stiegen die Einwohnerzahlen in Neusäß immer weiter an. Bis zur Stadterhebung hatte sich die Bevölkerungszahl im Vergleich zur Vorkriegszeit fast vervierfacht. Heute leben rund 22 000 Einwohner im 25 Quadratkilometer großen Stadtgebiet. Vier Ortsteile sind am linken, vier Ortsteile am rechten Ufer des kleinen Flusses Schmutter angesiedelt. Hier lernen viele Kinder und Jugendliche aus der Region Augsburg in Grund-, Mittel- und Realschule sowie Gymnasium. Auch gibt es das große, vom Landkreis neu erbaute, staatliche Berufliche Schulzentrum mit mehreren Fachrichtungen. Die Bewohner wissen außerdem die gute Verkehrsanbindung mit der Nähe zur Autobahn, den zwei Bahnhöfen und der Bundesstraße zu schätzen. Und wegen der gleichzeitigen Nähe zum Schmuttertal und den Westlichen Wäldern ist die Nachfrage nach Wohnraum seit Jahren höher als das Angebot.

Bescheidenes Jubiläum: Den runden Geburtstag will die Stadt nicht so groß feiern wie das silberne Jubiläum 2013. Die Stadt möchte ihn in erster Linie dafür nutzen, um sich mit einer kleinen Feier bei ihren ehrenamtlich engagierten Bürgern zu bedanken. Und diese fand im Juni statt. Erster Bürgermeister Richard Greiner zeigte ein 30 Jahre altes Foto, das ihn und die Mannschaft der Spielvereinigung TSV Neusäß/SV Ottmarshausen/TSV Täfertingen zusammen mit den damaligen Trainern und Betreuern zeigt.

Dankbar erinnerte er an die fürsorgliche Betreuung, die die Jugendlichen damals von ihren Trainern erfahren hatten. Er betonte in seiner Ansprache, dass der demographische Wandel und eine zunehmend globalisierte Welt „unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellen, die sich ohne die aktive Mitwirkung unserer Bürgerinnen und Bürger nicht bewältigen lassen“. Deshalb wurde an diesem Tag nicht nur die Stadterhebung, sondern vor allem „30 Jahre Stadtgesellschaft“ gefeiert.

„Ihre Heimat“: Ehrenamtliche aus den rund 140 Neusässer Vereinen verbrachten einen schönen Vormittag mit buntem Programm. Die Stadtkapelle eröffnete mit dem „Neusässer Stadtmarsch“ und endete mit dem 80er-Jahre-Hit „What a feeling“ aus Flashdance.

Nach einem kurzen Rückblick des Bürgermeisters auf die letzten 30 Jahre der Stadt, verzauberte die Sandmalerin Svetlana die Gäste mit ihrem Programm „Fantasy World“, das die Zuschauer auf eine Reise einmal um die Welt nahm. Besonders begeistert waren diese, als am Ende „ihre Heimat“ – symbolisiert durch das Neusässer Stadtwappen – erschien. Danach sorgte der Musikkabarettist Roland Hefter für Stimmung in der Stadthalle. Er präsentierte einige Stücke aus seinem neuen Solo-Programm „Des werd scho no“. Kleiner Tipp: Am 31. Januar 2019 ist er mit dem Programm in voller Länge in der Stadthalle zu sehen.

Abschließend konnten sich die Gäste gut gelaunt am Buffet stärken, sich mit anderen Ehrenamtlichen austauschen und weiter vernetzen. Eine Plattform für Austausch, Vernetzung und Ideen für neue Projekte zu bieten, war erklärtermaßen auch eine Zielsetzung für die gelungene Veranstaltung.

Den Abschluss der Feierlichkeiten bilden die Augsburger Domsingknaben unter der Leitung von Domkapellmeister Reinhard Kammler in der Stadthalle Neusäß am 11. November. Sie waren auch beim Jubiläum vor fünf Jahren zu Gast. Das Motto diesmal: „Musica, die ganz lieblich Kunst“. Karten gibt es beim Vorverkauf der Stadthalle Neusäß. (pm/sos/Archiv)

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