Sonderthemen Aus der Region Die Fuchsien- und Wallfahrerstadt Wemding
Aus der Region

Die Fuchsien- und Wallfahrerstadt Wemding

STADTPORTRÄT / Über Wemdings Geschichte, Sehenswürdigkeiten und den Wirtschaftsstandort in der Region zwischen Altmühltal und Ries

Der Wemdinger Marktplatz mit dem Rathaus; im Hintergrund die Stadtpfarrkirche St. Emmeram. Foto: Stadt Wemding

3.04.2021

Wemding. Eingebettet zwischen dem Rand des Rieskraters und den Ausläufern des Altmühltals liegt Wemding im Städtedreieck Donauwörth, Nördlingen und Treuchtlingen. Die Stadt ist als staatlich anerkannter Erholungsort auch überregional als Fuchsien- und Wallfahrerstadt bekannt. Wemding ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wemding mit den Gemeinden Huisheim, Fünfstetten, Otting, Wolferstadt. Die Stadt, mit ihrem Stadtteil Amerbach, zählt über 5 800 Einwohner. Bürgermeister ist seit 2008 Dr. Martin Drexler.

Sehenswürdigkeiten

Das reizvolle, mittelalterliche Ensemble um den Marktplatz mit seinen ba- rock gestalteten Häusergiebeln, die Stadtpfarrkirche St. Emmeram und die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein locken viele Besucher nach Wemding. Auch das KunstMuseum Donau-Ries ist Besuchermagnet. Außerdem gibt es in Wemding rund um die farbenfrohen Fuchsien einiges zu entdecken. Zum Beispiel das Geburtshaus ihres Namensgebers, des Arztes und Botanikers Leonhart Fuchs.

Stadtgeschichte

Wemding wurde im Jahr 793 erstmals urkundlich erwähnt. Fünf Jahre später schenkte König Karl I. den Ort an den Bischof von Regensburg. Wemding bestand zu dieser Zeit gerade einmal aus vier Gehöften: Der Schlosshof, der Pfarrhof, der Sandbichelhof und der Seegartenhof. Die Bischöfe vergaben Wemding im Laufe der Jahrhunderte an mehrere Lehnsherren. Zuerst gehörte die Stadt dem Grafen Mangold von Werd (Donauwörth). Später besaßen die Grafen von Hirschberg den Ort als Regensburger Lehen und verkauften Wemding im Oktober 1306 an die Grafen von Oettingen. Diese bauten 1318 die kostspielige Wehranlage um die Stadt. 1467 ging Wemding schließlich in den Besitz von Herzog Ludwig dem Reichen von Bayern über.

Wirtschaftsstandort

Auch in der Stadt Wemding hat Corona Sorgen und Ängste mit sich gebracht. Vor allem auch, weil die Kommune in den vergangenen Jahren wirtschaftlich eine enorme Entwicklung genommen hat.

Generell hätten die Wemdinger Unternehmen, Firmen und Geschäfte eine „gute Substanz“, betont Bürgermeister Dr. Martin Drexler. Im vergangenen Jahrzehnt entstanden etwa über 1000 neue Arbeitsplätze, mit dem Bereich „Stadelmüllerweg West“ verfügt die Stadt über ein neues Gewerbegebiet. Hier haben sich zum Beispiel in den vergangenen beiden Jahren die Zimmerei Hönle und das Gutachterbüro Mario Müller sowie die Lebenshilfe Donau-Ries – deren Großprojekt im Sommer 2021 abgeschlossen werden soll – angesiedelt. Der Bürgermeister erwähnt in diesem Zusammenhang auch die aktuell laufende Erweiterung der Firma Anton Eireiner im Industriegebiet Schwalberholz. „Es war gut und wichtig, wie wir in der Vergangenheit vorgegangen sind“, blickt der Bürgermeister auf die vergangenen Jahre zurück. Mit dieser Ausgangslage könne man positiv in die Zukunft gehen. Das „Mega-Thema“ dabei für ihn: Die malerische und lebendige Innenstadt mit den dortigen Geschäften dauerhaft zu erhalten. (staz/mk)

Wussten Sie schon?

Die Stadtpfarrkirche St. Emmeram hatte früher nur einen Turm. Weil er aber stark in Richtung Südwesten geneigt war und das schwere Glockenwerk in einem zweiten Turm untergebracht werden musste, wurde 1619 der Nordturm errichtet. Da der Nordturm einen Meter kürzer und etwas schlanker als der Südturm ist, bezeichnen die Wemdinger die Zwillingstürme als ungleiche Brüder.

Weitere Themen

Die Gemeinde Westendorf punktet mit einer äußerst verkehrsgünstigen Lage. Die öffentliche Anbindung ermöglicht es den Bewohnern schnell und unkompliziert zum Beispiel nach Meitingen, Augsburg, Wertingen oder auch nach Donauwörth zu gelangen. Diese günstige Anbindung ist auch für junge
Betrachtet man das Gebilde genauer, zeichnet es in schlichten Strichen die Geschichte des Ortes nach. Die Farbgebung (rot, silber, weiß) ist auf die enge Bande mit dem Hochstift Augsburg zurückzuführen, denn die Bischöfe hatten Westendorf bereits ab 1500 für sich auserkoren.Der rote,
Wemding. Eingebettet zwischen dem Rand des Rieskraters und den Ausläufern des Altmühltals liegt Wemding im Städtedreieck Donauwörth, Nördlingen und Treuchtlingen. Die Stadt ist als staatlich anerkannter Erholungsort auch überregional als Fuchsien- und Wallfahrerstadt bekannt. Wemding ist Sitz

X