Sonderthemen Aus der Region „Wir zeichnen uns durch einen bunten Mix aus“
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„Wir zeichnen uns durch einen bunten Mix aus“

INTERVIEW / Die Stadt Gersthofen wird sich im Herzen grundlegend verändern. Das berichtet Bürgermeister Michael Wörle.

Im Gespräch mit Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle. Foto: Privat

27.03.2021

Bürgermeister Michael Wörle berichtet rund um die Chancen, Pläne und auch Visionen zum Gewerbegebiet Gersthofen.

Wimmer-Ingenieure GmbH

StaZ: Was zeichnet das Gewerbegebiet in Ihren Augen aus, beziehungsweise was macht es für Unternehmen attraktiv?

Bürgermeister Michael Wörle: Gersthofen bietet in puncto Infrastruktur perfekte Voraussetzungen. Die profitable Lage direkt an der A8/B17 ist im Bereich Mobilität die Grundlage für effiziente Prozesse. Wir liegen zudem in der Metropolregion München, haben einen schnelle Anbindung nach Stuttgart und nun entsteht auch noch ein neuer Güterbahnhof im GVZ (Gütverkehrszentrum) und der neue Gersthofer Bahnhof, barrierefrei und nutzerfreundlich, steht kurz vor der offiziellen Eröffnung. Das ist nicht nur für Logistiker interessant, denn auch für die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes – also für den Bereich Mitarbeiter-Recruiting – sind diese Punkte elementar.

StaZ: Welche Unternehmen sind im Gewerbegebiet angesiedelt?

Wörle: Die Gersthofer Gewerbegebiete zeichnen sich generell durch einen sehr bunten Mix aus. Von der One-Man-Show im Handwerk über Start-Ups aus dem digitalen und innovativen Metier bis hin zu globalen Big Playern findet man in Gersthofen alles. Natürlich auch branchenübergreifend, doch teils auch in Segmenten mit vor- und nachgelagerten Prozessen, die wiederum weitere Gewerbetreibende vor Ort anbieten.

Hier profitieren also viele Unternehmer voneinander, haben untereinander ein Netzwerk aufgebaut und können so oft noch erfolgreicher planen, anbieten und wirtschaften.

StaZ: Gibt es spannende Pläne und Visionen für die Zukunft (wenn ja, welche)?

Wörle: In Gersthofen hat sich bereits in den vergangenen Jahren viel getan und auch in der Zukunft wird es nicht ruhiger, im Gegenteil. Wir stehen vor einem Projekt, dass unsere Stadt im Herzen grundlegend verändert wird. Die Potentialfläche direkt im Zentrum soll belebt, die verkehrliche Infrastruktur soll neu aufgestellt werden. Die komplette Innenstadt von St. Emmeram über Wasserturm bis St. Jakobus wird hierfür beleuchtet, die Arbeit vieler verschiedener Stellen und Instanzen fließt aktuell zusammen.

Übergreifendes Mobilitätskonzept

Wir eruierten hierfür die technische Machbarkeit neuer Straßenführungen, wir analysieren die Segmente Gewerbe, Einzelhandel und Gastronomie, wir stellen aktuell ein übergreifendes Mobilitätskonzept auf, wir arbeiten an einer zukunftsfähigen Ausrichtung für Wohnen, Leben und Aufenthaltsqualität in unserem Zentrum. Doch auch darüber hinaus stehen große Projekte an, sei es bei der Sanierung/ dem Neubau unserer Grundschulen, der Erschließung neuer Wohngebiete oder im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Auf letzterem Thema liegt für uns ein besonderer Fokus, denn wir richten nach und nach alle Prozesse, Projekte und Entscheidungen auf diese Aspekte aus. Denn wenn wir bei unserer schnelllebigen Zeit eines nicht aus dem Auge verlieren dürfen, ist es die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

Wir müssen unseren Alltag und unsere Umgebung bereits heute so gestalten, dass sie nachkommenden Generationen nicht schadet, sondern diesen eine solide und gesunde Basis bietet. Das ist mir persönlich ein besonders wichtiges Anliegen.


"Wenn wir eines nicht aus den Augen verlieren dürfen, ist es die Zukunft unserer Kinder und Enkel."

Michael Wörle, Bürgermeister


StaZ: Wird es nach der Pandemie große Änderungen geben? Mussten viele Unternehmen schließen, werden neue einziehen?

Wörle: Glücklicherweise ist Gersthofens Gewerbe breit aufgestellt. Logistik, Handwerk, Dienstleistung, Metall- und Maschinenbau und vieles mehr sorgt dafür, dass das Schwächeln einer bestimmten Branche nicht automatisch das ganze System ins Schwanken bringt. Natürlich haben es gerade die Gastronomen und Einzelhändler zu Zeiten von Corona nicht leicht. Wir haben bereits in der ersten Welle eine eigene Plattformgeschaffen: www.gersthofen-bleibt-stark.de Dort können die verschiedenen Angebote von Einzelhandel und Gastro kommuniziert werden. Zu Weihnachten haben wir Gastro-Gutscheine initiiert und an Bürger verkauft, um in dieser harten Zeit wo es nur geht zu unterstützen.

„Meine Tür steht immer offen“

Jeder Unternehmer, der coronabedingt aufgeben muss, ist einer zu viel. Bisher sieht es bei uns vor Ort jedoch gut aus, Schließungen sind selten. Ich stehe mit vielen Unternehmern in direktem Kontakt und meine Tür steht bei Problemen immer offen. Eine transparente Kommunikation untereinander hat schon oft zu einfachen und schnellen Lösungen geführt. Denn auch das zeichnet Gersthofens Gewerbelandschaft aus: kurze Wege innerhalb der Verwaltung, schnelle Lösungen und Entscheidungen, ein Servicegedanke, wie er in einer Behörde oftmals nicht alltäglich ist.

StaZ: Möchten Sie zum Abschluss noch etwas an unsere Leser sagen?

Wörle: In Zeiten von Corona ist es mir wichtig, Bürgerinnen und Bürger dazu aufzurufen, sich für die Gewerbetreibenden in ihrer Stadt einzusetzen, wann und wo immer möglich lokal einzukaufen und den Onlinehandel nur dann zu nutzen, wenn es vor Ort wirklich keine Lösung gibt. Manche Anschaffungen sind vielleicht nicht unbedingt heute oder morgen notwendig, sondern können noch auf einen späteren Zeitpunkt und einen Kauf direkt in Gersthofen verschoben werden.

Wir sind es leider gewohnt, unseren Konsum zeitlich und räumlich unabhängig in nahezu allen Bereichen unentwegt decken zu können.

Corona fordert aber von uns allen ein Umdenken. Zum Wohle aller – denn zuverlässige Umsätze bedeuten auch zuverlässige Zukunftsplanungen. Und davon profitieren wir alle! Magdalena Fischer

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